Tellerhortensie

Tellerhortensie

Botanische Bezeichnung für Tellerhortensie: Hydrangea serrata
Weitere Bezeichnungen: Berghortensie | Japanische Berghortensie

Wissenswertes über die Tellerhortensie

Oft wird die Tellerhortensie (Hydrangea serrata) als Unterart von Hydrangea macrophylla angesehen. Doch im Jahr 2004 haben DNA-Untersuchungen ergeben, dass die Unterschiede groß genug sind. So haben Hydrangea serrata und Hydrangea macrophylla den Status zweier unterschiedlicher Arten. Nichtsdestotrotz erkämpft sich die Tellerhortensie gerade ihre eigene Popularität. Denn sie wirkt viel filigraner und natürlicher als die Bauernhortensie und ist leichter zu pflanzen und zu pflegen.

Herkunft

Die Tellerhortensien stammen aus den Bergwäldern Süd-Japans und Koreas. Daher stammt auch der Name Japanische Berghortensie.

Wuchs, Blätter und Tellerhortensie Blütezeit

In den seltensten Fällen ist die Verwandtschaft zur Bauernhortensie anzumerken. Denn Tellerhortensien wachsen etwas gedrungener und werden selten höher als 100 bis 150 Zentimeter. Allerdings können sie im Alter in die Breite gehen. Die Koreanische Tellerhortensie bildet sogar Ausläufer.

Die Blüten sind sogenannte Schirmrispen und eher filigran. Die Tellerhortensien Blütezeit ist von Juli bis Oktober. Im Inneren bestehen sie aus kleinen fruchtbaren Blüten mit Staubgefäßen. Dagegen besteht der äußere Kranz aus sterilen Scheinblüten, die mit ihrer auffälligen Blütenfarben Insekten anlocken. Die grünen Blätter sind eiförmig und auffallend spitz zulaufend. Mit rund 10 Zentimeter Länge und acht Zentimeter Breite bleiben sie etwas kleiner als die ähnlich geformten Blätter der Bauernhortensien. Eine Herbstfärbung ist eher selten bis schwach.


Tellerhortensie Standort und Boden

Sowie auch die Bauernhortensien bevorzugen die Tellerhortensien sonnige bis halbschattige Plätze. Da sie frosthärter als ihre Verwandten sind kommen sie auch in rauen Lagen besser zurecht. Ein kalkarmer und gleichmäßig feuchter, humusreicher Boden mit einem pH-Wert zwischen 5 und 7 ist für die Entwicklung der Blütensträucher optimal. Gerade bei starker Sonneneinstrahlung können die Blätter leicht hängen sofern keine ausreichende Wasserversorgung gegeben ist.

Tellerhortensie winterhart?

Das gesamte Erscheinungsbild der Tellerhortensien ist ästhetisch und zart. Doch sind sie sehr robust und sehr winterhart. Diese Kombination führt sie zu einer beliebten Gartenpflanze.

Pflege und Tellerhortensie schneiden

Da sich die Tellerhortensien nur feucht wohlfühlen ist auf eine ausreichende Wasserversorgung zu achten. Allerdings sollte auch hier Staunässe vermieden werden. Im zehnwöchigen Turnus kann der Boden mit Tondünger von März bis zum Ende des Sommers aufgewertet werden. Da die Tellerhortensie eine langsam wachsende und kleinwüchsige Hortensie ist, kann auf Schnittmaßnahmen gut verzichtet werden. Nur im Frühjahr sollten vorsichtig die im Winter geschädigten Triebe und alte Blüten entfernt werden.

Tellerhortensie Sorten

  • ‘Acuminata’
  • ‘Bluebird’
  • ‘Bluesky’
  • ‘Grayswood’
  • ‘Intermedia’ 
  • ‘Preziosa’
  • ‘Rosalba’
  • ‘Tiara’
  • ‘Miyama-yae-murasaki’
  • ‘Veerle’

Besonderheiten

Die Japanische Teehortensie ‘Hydrangea serrata Oamacha’ ist ein außergewöhnliches Exemplar dieser Hortensien Art. In Japan werden ihre Blätter als Tee oder Süßungsmittel verwendet. Der Tee wird rituell angewandt und ihm werden magische und schützende Kräfte nachgesagt. Allerdings ist zu erwähnen, dass die Hortensienblätter und die Blüten Toxine enthalten. Diese sind sowohl als Lebensmittel und als Rauschmittel in hohen Dosen gesundheitsschädlich und sogar tödlich.